Anschrift Praktikum Beispiel Essay

Bewerbungswiki

Anschreiben

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Das Anschreiben ist das Kernstück jeder Bewerbung: Es entscheidet den Ton, spiegelt die Motivation und verwebt Fakten und Argumentation gleichermaßen.

Prägnant bringt der Bewerber hier seine Motivation auf den Punkt. Er ist der Verkäufer der eigenen Arbeitskraft. Deswegen erzählt das Anschreiben den Lebenslauf nicht nach, sondern bringt das individuelle Leistungsprofil des Bewerbers auf den Punkt. Nach dem Motto: "Das kann ich – und darum bin ich der Richtige für diesen Job!"

"Texten Sie keinen Brief, sondern ein Briefing", rät der Bewerbungsberater Gerhard Winkler. Dafür reicht eine knappe Seite. Denn noch einmal: Das Anschreiben ist eine Leistungsbilanz mit einer knappen Selbstpräsentation und weder ein Essay noch ein Kurzroman.

Und das gehört rein:

1. Kontaktdaten: So einfach erreichen Sie mich!

Um die Kontaktdaten von der Anschrift abzuheben, gehören diese entweder in die Kopfzeile oder die rechte Seitenecke. Die aktuellen Kontaktdaten enthalten: Den Namen – die Anschrift – eine seriös wirkende E-Mail-Adresse – Telefonnummern (Festnetz und Mobil).

2. Anschrift: Korrekt und zielgerichtet

Hier ist die vollständige Anschrift der Firma, eventuell mit Verweis auf die Abteilung, in der sich der Ansprechpartner (Anrede) befindet, zu nennen. Zum Beispiel:

Deutsches Komitee für UNICEF e.V. (Hier die offizielle Unternehmens-Schreibweise recherchieren, z.B. in der Stellenausschreibung)
Anita Schmidt
Personalabteilung
Höninger Weg 104
50969 Köln

3. Betreff und Datum: Bezug und Aktualität

Personaler erhalten oft hunderte Bewerbungen für unterschiedlichste Stellen: Eine gefettete und eventuell durch eine größere Schrift hervorgehobene Betreffzeile ermöglicht einen schnellen Überblick, um welche Bewerbung es sich handelt. Bei der Stellen-Formulierung kann man sich einfach an der Ausschreibung orientieren.

Einen Absatz nach der Betreffzeile folgen rechtsbündig der Ort und das aktuelle Datum, zum Beispiel so:

BEWERBUNG ALS WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER (KENNZIFFER 3052 W)

                                                                                                         Köln, den 1. Februar 2014

4. Anrede: "Sie kenn' ich doch!"

Engagement zeigt, wer im Vorfeld mit dem Adressaten telefoniert hat. Sollte das nicht der Fall sein, muss zumindest der korrekte Ansprechpartner recherchiert werden, um das relativ anonym wirkende "Sehr geehrte Damen und Herren" zu vermeiden. Angebracht ist übrigens nach wie vor der Klassiker: "Sehr geehrter" bzw. "Sehr geehrte".

Bei Bewerbungen im wissenschaftlichen Umfeld sollten auch die akademischen Titel an dieser Stelle genannt werden: "Sehr geehrte Frau Dr. Welling". Nach der offiziellen Anrede folgt ein Komma, ein Abstand und der erste Satz (mit Kleinschreibung des ersten Wortes, wenn es sich nicht um ein Substantiv handelt).

5. Richtig einsteigen: Phrasen streichen – Knallerargument betonen!

Der erste Satz muss prägnant sein, Spannung und Neugier erzeugen. Er ist der Köder, der den Leser in den Text zieht: Hier muss die Balance zwischen Arroganz und Selbstbewusstsein, zwischen aufgesetzt und authentisch, zwischen heuchlerisch und begeistert stimmen. Personaler haben ein feines Gespür für aufgeblasene Selbstmarketings-Kampagnen oder platte Lobeshymnen über den Traumarbeitgeber. Der erste Satz beantwortet folgende Frage: Was kann ich und warum bin ich der ideale Kandidat für die ausgeschriebene Stelle?

"Mit großem Interesse habe ich Ihre Ausschreibung zur Kenntnis genommen..." oder  "Hiermit bewerbe ich mich..." – so sollte ein gutes Einschreiben nicht beginnen. Phrasen dieser Art wecken aufgrund ihrer stereotypen Formelhaftigkeit kein Interesse, sie haben keinen Aussagewert und wirken affektiert. Diese Einfallslosigkeit kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass die gesamte Bewerbung im Papierkorb landet.

Der erste Satz ist individualisiert und auf die Stelle bezogen. Er sollte folgende Fragen überzeugend beantworten: Warum dieses Unternehmen? Wo liegen Ihre Qualifikation und Ihr Mehrwert? Diese Einleitung kann und sollte auf einen Satz reduziert werden. Beachten Sie dabei: Unbelegtes Eigenlob klingt unseriös, ebenso Lobeshymnen über den künftigen Wunsch-Arbeitgeber.


»»» Mit Überzeugungskraft einsteigen – das ist wünschenswert. Bei der Bewerbung müssen Sie sehr genau auf die Stellenbeschreibung eingehen und keine vorgefertigten Muster verwenden, die Sie bei Bedarf aus der Schublade ziehen. Suchen Sie sich daher den besten Job aus – aus den handverlesenen Angeboten der JobAgenten von karriere.de.
      

Anne Koschik
ist bei karriere.de Expertin für Jobs und Gehälter 


6. Haupttext: Überzeugende Belege

Nachdem der Köder ausgeworfen ist, werden nun in ein bis zwei Absätzen anhand von Praxisbeispielen die Schlüsselkompetenzen herausgearbeitet. Personaler wollen nicht vorgeführt bekommen, wie raffiniert ein Bewerber sich verkaufen kann, sondern sie suchen nach faktengefütterten Argumenten für ihre Entscheidungsgrundlage: deswegen mit den stärksten Argumenten starten, die für den Job erforderlichen Job- und Lernleistungen und die Passung zum Unternehmen herausarbeiten! Nutzen Sie dabei starke und dynamische Verben, bevorzugen Sie einfache Hauptsätze und belegen Sie Ihre Aussagen mit Praxisbeispielen. Also nicht: "Ich bin teamfähig", sondern "Durch die Leitung der Uni-Theatergruppe stärkte ich meine Teamfähigkeit" oder "Mein organisatorisches und kommunikatives Geschick stärkte ich…".

Ein gutes Anschreiben bezieht sich auf die wichtigsten Ankerpunkte der beruflichen Biografie, ein herausragendes Anschreiben bringt diese jedoch immer in Bezug zur ausgeschriebenen Stelle: Berufseinsteiger betonen alle in Ausbildung, Praktika, Diplomarbeit oder Freizeit gesammelten Erfahrungen, die für das gesuchte Profil relevant sind. Berufserfahrene schöpfen dagegen aus der Praxis.

Die >>> formale Gestaltung ist auch im Anschreiben streng einzuhalten: Die einzelnen Elemente (Einleitung, Hauptteil, Schluss) sind durch Absätze strukturiert. Das Layout ist übersichtlich und ansprechend. Die Schriftart- und Größe (z.B. Arial in Schriftgröße 11 Pt.) orientiert sich an den gängigen Normen, ist klar, nicht zu klein und lesefreundlich. Ein absolutes Tabu sind Flüchtigkeitsfehler. Die korrekte Schreibweise, Grammatik und Kommasetzung sind unerlässlich. Die meisten Personaler sortieren Bewerber nach zwei bis drei Fehlern direkt aus – deswegen sollte das Anschreiben immer inhaltlich, stilistisch und formal gegengelesen werden. Sollten Sie nicht alle Informationen unterbringen können – gibt es auch die Möglichkeit, eine so genannte >>> Dritte Seite anzubieten.

7. Schluss: Positiver Ausklang

Mit einem zusammenfassenden Fazit kann der Bewerber positiv im Gedächtnis bleiben: Im Schlussteil des Anschreibens machen Sie deutlich, dass Sie sich auf ein persönliches Gespräch freuen, und beantworten – wenn dies in der Stellenanzeige gefragt ist – die Fragen, ab wann Sie anfangen könnten und welches Gehalt Sie sich vorstellen. Zeigen Sie, dass Sie Ihren Wert kennen, indem sie die branchenüblichen Gehaltszahlen angeben und eine Spannbreite (z.B. 35.000 bis 40.000 Euro) anbieten, die als Basis für weitere Verhandlungen dient.

8. Unterschrift: Dafür stehe ich mit meinem Namen!

Die handschriftliche Unterschrift ist eine Formalie, die den Namen entweder vollständig ersetzen kann oder zwischen die Abschiedsfloskel und den getippten Namen gesetzt wird. Die Unterschrift sollte im besten Fall mit einem schönen Füller in blauer oder auch schwarzer Tinte geschrieben werden. Heutzutage ist aber auch eine Unterschrift mit dem Kugelschreiber akzeptabel. Bei der >>> Online-Bewerbung ist darauf zu achten, dass die eingescannte Unterschrift als Grafik in das Dokument gesetzt wird und auch nach dem Ausdrucken gut lesbar ist.

Dieser Artikel ist erschienen am 12.02.2014

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Praktikumsbericht schreiben: Struktur, Beispiele und die besten Schreib-Tipps

Während der schulischen und universitären Ausbildung, häufig auch später, sind Praktika inzwischen Usus. Im Nachgang ist immer öfter ein Praktikumsbericht über die gemachten Erfahrungen anzufertigen. Was du hier bei der Gliederung und Ausarbeitung zu beachten hast und wie dir die Arbeit leicht von der Hand geht, erklären wir im Folgenden.

Inhalt

Ein Praktikum ist die beste Möglichkeit, schon während des Studiums herauszufinden, ob dein Fach dir auch in der Praxis zusagt. In einem naturwissenschaftlichen Fach bedeutet es außerdem die praktische Erprobung und Anwendung deiner theoretischen Kenntnisse und umfasst eine akribische Dokumentation der Ergebnisse. Das Schulpraktikum ermöglicht dir, in den Arbeitsalltag hineinzuschnuppern.

Damit du den größtmöglichen Nutzen aus deinem Praktikum ziehen kannst und deine Praktikumsbetreuung sieht, was du alles geleistet hast, ist es im Nachgang an das Praktikum an der Zeit, es mit einem Praktikumsbericht zu vollenden.

Adressat des Praktikumsbericht

Bevor du mit dem Schreiben anfängst, ist erst einmal zu klären, wer deinen Praktikumsbericht lesen wird. Handelt es sich um einen Praktikumsbetreuer im Betrieb oder einen Lehrer aus der Schule, der dich im Praktikum besucht hat? Wenn du einen Praktikumsbericht an der Uni schreibst, wird er je nach Fachbereich unterschiedlich aussehen müssen, was Aufbau und Formalia wie Umfang und Formatierung anbelangt. Das solltest du an deiner Lehreinrichtung klären. Sicherlich gibt es einen Leitfaden oder ähnliches, oder dein Betreuer kann dir diesbezüglich Tipps geben.

Wissenschaftliche Konventionen des Praktikumsbericht

Der Praktikumsbericht stellt in manchen Fällen den ersten Berührungspunkt mit dem wissenschaftlichen Arbeiten dar. Je nach Fachrichtung, also je nach dem, ob es um Naturwissenschaft, Sozialwissenschaften, Lehramt oder Ingenieurswissenschaften geht, sind verschiedene Konventionen zu beachten. Wie solltest du beim Bibliographieren und Zitieren vorgehen, wie werden Diagramme und Tabellen nummeriert? Auch hier solltest du dir Anleitung in deiner Hochschule holen. Wenn das nicht weiterhilft, kannst du dir einen Artikel oder Buch aus deinem Fach heraussuchen und schauen, wie es dort gemacht wurde. Wichtig ist, dass die Form einheitlich ist und der Leser deine Quellen wiederfinden und nachlesen kann.

Struktur des Praktikumsbericht

Praktikumsbericht schreiben: Wenig Spielraum bei der Struktur

Die Struktur ist bei Praktikumsberichten relativ festgelegt. Das kann Vorteile haben, weil du dich daran orientieren kannst und keine Zeit für das Ausdenken einer Gliederung aufwenden musst. Andererseits musst du alle Punkte füllen, die erwartet werden. Je nachdem gibt es Bausteine, die du so einsetzen kannst, wie es dir am nützlichsten erscheint. Berate dich in diesem Fall auf jeden Fall mit deinem Betreuer oder frage in deiner Schule, Hochschule oder Uni nach. Sei dir bei der Vorbereitung auf dein Praktikum über obligatorische Gliederungspunkte bewusst. So kannst du schon während des Praktikums nützliche Notizen machen. Diese sind gerade bei einem naturwissenschaftlichen Praktikumsversuch, bei dem es darum geht, Messungen zu dokumentieren, unumgänglich. Später helfen dir gute Notizen dabei, zu rekonstruieren, was du in der zurückliegenden Zeit gemacht hast.

Bescheinigungen des Praktikumsbericht

Kläre im Vorfeld zum Praktikum ab, welche Bescheinigungen du vonseiten der Praktikumsstelle benötigst. Sollst du zum Beispiel einen Modulbogen oder ähnliches dem Praktikumsbericht beilegen? Muss er von der Praktikumsstelle ausgefüllt und unterschreiben werden? Wenn du darüber frühzeitig Bescheid weißt, kannst du dich um das Zusammenstellen dieser Unterlagen schon während deines Praktikumsaufenthalt direkt vor Ort kümmern und musst nicht im Nachhinein herumtelefonieren. So lässt sich Stress kurz vor dem Abgabedatum vermeiden.

Aufbau des Praktikumsbericht

Wie gesagt variiert der Aufbau des Praktikumsberichts immens je nach Fachbereich. Wir geben dir hier eine kleine Orientierung:

Schülerpraktikum

Auf das Deckblatt kommt der Titel „Schülerpraktikum“ und das Datum. Dann folgen dein Name und deine Jahrgangsstufe. Nenne den Namen deiner Schule und des Lehrers, der dein Praktikum betreut. Darauf folgen der Name, die Anschrift deines Praktikumsbetriebs oder -Unternehmens und der Name deines Ansprechpartners dort.

Auf der nächsten Seite folgt das Inhaltsverzeichnis. Achte darauf, dass bei der Nummerierung der Seitenzahlen das Inhaltsverzeichnis nicht mitgezählt wird. Das Inhaltsverzeichnis – und somit der Bericht – sollte folgende Gliederungspunkte enthalten:

1. Erwartungen an das Praktikum

Begründe, weshalb du dich für dieses Praktikum entschieden hast. Warum ist das Berufsfeld für dich interessant? Beschreibe den Ablauf der Bewerbung und deine Erwartungen an das Praktikum.

2. Unternehmen / Behörde

Beschreibe kurz das Unternehmen. Gehe dann auf die Tätigkeitsbereiche der Firma oder der Institution ein. Beschreibe die Struktur anhand der Organisationsform, den Abteilungen und den Aufgaben deiner Mitarbeiter.

3. Eigener Beruf

Gehe im nächsten Gliederungspunkt auf den Beruf ein, den du dir anschauen wolltest. Beschreibe dein Tätigkeitsfeld und die Anforderungen, die an jemanden in dem Beruf gestellt werden. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus, beziehungsweise der der Kollegen, die den von dir angestrebten Beruf ausüben? Welche Qualifikation ist vonnöten, um ihn auszuüben? Wie sehen die Möglichkeiten aus, um ihn zu ergreifen? Finde heraus, wie die Optionen am Arbeitsmarkt momentan aussehen oder, wenn das möglich ist, in Zukunft sein werden? Eventuell wird sich die Branche verändern. Welche Prognosen lassen sich jetzt erstellen?

4. Tagesbericht

In einem nächsten Unterpunkt verlangen manche Schulen Tagesberichte. Beschreibe darin möglichst zwei unterschiedlich ablaufende Arbeitstage mit den anfallenden Aufgaben und Terminen.

5. Stellungnahme zum Praktikum mit Bezug auf die unter 1. genannten Erwartungen

In der Stellungnahme kannst du deine persönlichen Eindrücke auswerten. Ziehe Bilanz, ob deine Erwartungen sich erfüllt haben oder ob es etwas zu kritisieren gibt. Wenn du Anregungen hast, wie das Praktikum oder die Betreuung für dich besser hätte sein können, formuliere diese hier. Abschließend solltest du überlegen, wie das Praktikum deine Berufswahl beeinflusst hat. Schreibe, wie du dich weitergehend beruflich orientieren willst.

6. Anhang

Darunter kannst du beispielsweise eine Kopie deines Praktikumszeugnisses fassen.

Praktikumsbericht in den Sozialwissenschaften

Ähnliche Anforderungen werden auch an die Praktikumsberichte in den Sozialwissenschaften gestellt. Du solltest folgende Punkte darin bearbeiten:

Deckblatt: Es sollte wichtige Daten zu deiner Person enthalten (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Matrikelnummer, Semester, Name des Moduls) sowie Angaben zum Praktikum (Datum und Praktikumsstelle)

Du solltest die Wahl dieses Praktikums begründen und die Bewerbungsphase beschreiben. Formuliere Ziele. Das solltest du nicht nur im Hinblick auf den Praktikumsbericht tun. Er erhält damit einen roten Faden, den du bei deinem abschließenden Fazit wieder aufgreifen und auswerten kannst. Aber auch für dich kann es während des Verlaufs des Praktikums nützlich sein, dir klar vor Augen zu führen und vielleicht auch schon im Vorhinein klar zu formulieren, was du vom Praktikum erwartest und was du lernen, sehen und ausprobieren willst.

Um ungefähr abschätzen zu können, was auf dich zukommt, solltest du dich vorbereiten. Wie du das gemacht hast, kannst du auch im Praktikumsbericht beschreiben. Hast du im Vorfeld mit jemandem in dem Berufsfeld gesprochen? Hast du Literatur konsultiert oder im Internet recherchiert? Ein Aspekt kann auch die praktische Vorbereitung und Organisation sein, wie die Wohnungssuche oder das Besorgen von Visa bei Auslandspraktika.

Stelle dann das Unternehmen vor. Beschreibe, wie das Unternehmen strukturiert ist und skizziere die Arbeitsabläufe.

Beschreibe die von dir durchgeführten Tätigkeiten. Führe dazu auch aus, wie die Berufsfelder der Kollegen aussahen, die mit dir zusammenarbeitet haben. Hast du an einem Projekt mitgearbeitet oder eher viele kleinere Tätigkeiten übernommen?

Nimm Stellung zur Betreuung während deines Praktikums: Hast du dich gut betreut gefühlt? Würdest du die Stelle für andere Praktikanten weiterempfehlen? Unter welchen Bedingungen?

Stelle einen Bezug zum Studium her: Konntest du im Studium erworbene Kenntnisse anwenden? Inwiefern sollte es Änderungen im Studienangebot geben, um eventuelle Defizite bei der Vorbereitung auf die Praxis auszugleichen?

In einem abschließenden Fazit solltest du reflektieren, inwiefern dir das Praktikum einen Nutzen gebracht hat. Was entsprach deiner Vorstellung, was hat dich überrascht? Konntest du deine Ziele erreichen, oder musstest du sie während des Praktikums umformulieren? Überlege und schreibe auf, ob dir das Praktikum in deiner Berufsorientierung weitergeholfen hat. Werden sich die gewonnenen Einsichten auf die weitere Gestaltung deines Studiums auswirken?

Reflektiere, ob du dir vorstellen kannst, den Beruf, den du kennengelernt hast, zu ergreifen. Wenn nicht, begründe dies und überlege, welche Alternativen du in Betracht ziehen könntest.

Praktikumsbericht Naturwissenschaften

Der naturwissenschaftliche Praktikumsbericht besteht aus Deckblatt, Versuchsprotokoll, Versuchsbericht und Literaturangaben. Der Bericht fußt auf dem vorher erstellten Versuchsprotokoll. Daher ist es schon bei der Aufzeichnung während des Praktikums wichtig, das Protokoll sorgfältig zu führen.

Aufbau

Das Deckblatt enthält grundlegende Informationen. Am wichtigsten ist natürlich der Titel oder das Thema des Versuchs, der im Praktikum durchgeführt wird. Neben deinem Namen und deiner Matrikelnummer musst du den Professor oder Praktikumsleiter vermerken, der dich im Verlauf dessen betreut.

Das Versuchsprotokoll sollte den Aufbau des Versuchs enthalten, die Durchführung dokumentieren und die dadurch erhaltenen Messwerte verzeichnen. Auch äußere Gegebenheiten können deinen Versuch beeinflussen. Verschriftliche auch diese „Umgebungsgrößen“ in deinem Protokoll. Welche Messgeräte verwendest du? Nenne sie und gebe mögliche Fehlerquellen an.

Im Versuchsbericht beziehst du deine Ergebnisse auf dein gewähltes Thema und die Fragestellung. Auch Fehlerrechnungen sollten darin vorkommen. Daher solltest du alle Rechnungen, die du während des Versuchs machst, ordentlich und an einem Ort (einer Kladde oder einem Heft, das nur für die Versuchsnotizen gedacht ist) festhalten. Veranschauliche deine Ergebnisse in Diagrammen und Tabellen. Ziehe zum Schluss ein Fazit aus deinen Ergebnissen.

Nun folgt noch ein alphabetisch geordnetes und vollständiges Literaturverzeichnis aller konsultierten Artikel und Bücher – voilà!. Fertig ist der Praktikumsbericht.

Praktikumsbericht Lehramt

Im Lehramtsstudium ist es oftmals Pflicht, einen Bericht über das obligatorische Schulpraktikum zu verfassen. Für den Praktikumsbericht im Lehramt gibt es verschiedene Bausteine, die du bearbeiten kannst. Wichtig hierbei ist jedoch, dass du dich gut mit dem Betreuer an deiner Hochschule absprichst, der dich auch im Unterricht besucht. Bevor du loslegst, vergewissere dich, wann du bei wem wie viele Exemplare deines Berichts abgeben musst.

Bausteine

1. Fakten und Zahlen über die Schule

Damit sind Nachforschungen zur Schule und zur eigenen Klasse gemeint. Interessant ist hier, wie der Lehrstoff verteilt wird und sich die Arbeitsbedingungen gestalten. Mache Angaben zu Schulorganisation, Einzugsbereich der Schule, Größe der Schule, Anzahl der Klassen, Gestaltung des Pausenhofs. Mache Angaben zum Kollegium wie der Größe und der Zusammensetzung des Lehrkörpers. Beschreibe das Schulprofil und mache Angaben zur Klasse. Nenne dazu die Anzahl der Schüler, beschreibe die Zusammensetzung der Klasse, mache relevante Angaben zu einzelnen Kindern. Es sollte darin verzeichnet werden, ob es Klassenüberspringer gibt, Kinder, die die Klasse wiederholen müssen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Auch die Gestaltung des Raumes, also Besonderheiten wie Leseecken sollte Niederschlag finden. Nenne im Klassenraum vorhandene Medien.

2. Stundenentwürfe

Richte dich hierbei nach der Praktikumsordnung oder den Vorgaben deines Seminars. Du kannst auch mehrere entwerfen. Beschreibe die Entwürfe ausführlich.

3. Reflexion von Unterrichtsversuchen

Protokolliere und reflektiere deine eigenen Unterrichtsversuche kurz. Reichere die Protokolle mit Liedtexten, Schülerergebnissen und Fotos und Skizzen an, die dir als Gedanken- und Reflexionsstütze helfen können. Beantworte schriftlich die folgenden Fragen:
Was ist verlaufen, wie ich es geplant hatte?
Was ist anders gewesen, als ich dachte?
Was würde ich jetzt anders machen? Nenne die Gründe hierfür.

4. Hospitation und Beobachtungen

Im Lehramtspraktikum hospitieren Studierende bei den Schulstunden ihrer Mentoren. Um dieses „Beisitzen“ gezielt für dich nutzen zu können, setze dir zuvor Interessenfelder, die dir für deine Beobachtung nützlich sein können:

Was ist die Zielvorstellung der Unterrichtsstunde, der du beiwohnst? Wird diese explizit ausgedrückt?
Wie wurde der Unterricht gegliedert? Wie war der Ablauf?
Kann man offenen Unterricht erkennen, die beispielsweise einen Morgenkreis beinhalten?
Wurde das Lernen der Schüler mit einer bestimmten Methode gesteuert?
Wie schätzt du die Aktivität der Lernenden ein?

Suche dir bestimmte Aspekte des Unterrichtens aus, die du während der Hospitation besonders beobachten willst. Das können beispielsweise die Verteilung der Meldungen von Jungen und Mädchen sein oder der Einsatz bestimmter Sozialformen oder Medien. Die Beobachtungen zu diesen Punkten kannst du dann im Praktikumsbericht auswerten.

5. Vertiefung eines thematischen Schwerpunkts

Dies wird nicht von allen Praktikumsordnungen gefordert. Es handelt es sich dabei um einen Beobachtungsschwerpunkt, den du mithilfe der Forschungsliteratur erörterst. Die wissenschaftlich erarbeiteten Themen können beispielsweise der Einsatz von Medien oder der Zusammenhang von Unterricht und Erziehung sein. Beachte besonders in diesem Bereich die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens. Orientiere dich dafür an den an deiner Fakultät üblichen Konventionen.

6. Abschließende Überlegungen

In einem abschließenden Abschnitt kannst du dich noch persönlich zu deinem Praktikum äußern. Wäge ab, ob das Praktikum deinen Erwartungen entsprochen hat oder doch alles anders gelaufen ist? Hat dich das Praktikum in deiner Studienwahl bestätigt, und wenn ja, hat es dich dazu bewegt, dein Studium nun anders weiterzuführen oder zu gewichten?

Beim Praktikumsbericht über die Arbeit an einer Schule solltest du darauf achten, dass du einer Verschwiegenheitspflicht nachkommen musst. Vertrete deine eigene Meinung, aber objektiv-distanziert und immer sachlich gut begründet. Behalte deinen eigenen Lernfortschritt im Blick, der auch aus schlechten Erfahrungen erwachsen kann. Achte darauf, keine wertenden Kommentare zu machen und behalte im Hinterkopf, dass wahrscheinlich auch jemand von deiner Praktikumsschule deinen Bericht zu lesen bekommen wird.

Zu guter Letzt darf auch bei einem Praktikumsbericht das Literaturverzeichnis nicht fehlen.

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